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Unbekanntes Mecklenburg
 
Unser Land Mecklenburg-Vorpommern hat nach Bayern den zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala der reiselustigen Deutschen erobert. Natürlich – die über 200 Kilometer lange Küste mit sauberen Sandstränden und schönen Badeorten spielt da schon eine große Rolle. Aber Mecklenburg ist noch viel mehr. Hier ist die Natur noch intakt: Hügelige Landschaft, weite Felder, Wiesen, Wälder, alte Herrenhäuser und über eintausend oft glasklare Seen. Weite Horizonte, der größte deutsche Binnensee, kleine Ackerbürgerstädte, mittelalterliche Stadttore, behäbige Backsteinkirchen und Katzenkopfplaster in den Straßen. Und die Landeshauptstadt selbst, einst Residenz der Mecklenburger Großherzöge, ist seither noch schöner geworden und gilt mittlerweile als Geheimtipp für Kunst, Kultur und Erholung inmitten der Natur.
 
 „Mecklenburg ist ein sehr fruchtbares, überflüssig korn-, holz- und fischreiches Land, voll Viehs und Wildbrets, mit vielen reichen Schlössern, Flecken und Dörfern wohlgeziert erbauet, glückselig und in Frieden, Eintracht und Ruhe.“ So befand schon im 16. Jahrhundert der Geograf Sebastian Münster; und mit ihm vermuteten viele hier sogar Gottes Paradies.
Bismarck meinte einmal: „Wenn die Welt untergeht, gehe ich nach Mecklenburg. Dort passiert alles 100 Jahre später.“ Und ein herzöglicher Landesvater, kritisiert wegen der Mängel im Schulsystem, zweifelte noch Ende des 19. Jahrhunderts den Sinn einer Schulbildung überhaupt an. „Zwei Ochsen vor dem Pflug und einer dahinter – das reicht!“, befand er.
Nun, diese Zeiten sind vorbei – überzeugen Sie sich selbst davon!
 

Halbtagesausflugs-Tipps für die Region um Schwerin

Rundfahrt Schweriner Seen mit der Weissen Flotte

Allein im eigentlichen Stadtgebiet befinden sich 7 Seen:

Schweriner See (nach Müritz und Bodensee der drittgrößte Binnensee Deutschlands) - Burgsee - Ziegelsee - Fauler See (Mekka für Ruderer und Kanuten) - Lankower See (Naherholungsgebiet der Schweriner) - Ostorfer See - Pfaffenteich (im Mittelalter künstlich angelegt).


Schweriner Altstadt und Dom

Wechselvoll ist die Geschichte Schwerins. Heinrich der Löwe besiegt im 12. Jahrhundert die hier siedelnden slawischen Obotriten, im 14. Jahrhundert bringt der Krieg der Mecklenburger gegen die Seestädte die Pommern und Dänen bis vor die Stadt, im 30-jährigen Krieg erobern die Schweden die Residenz, und nur wenige Jahre später fallen Schwerins Straßenzüge fast vollständig einem verheerenden Stadtbrand zum Opfer. Erst durch eine Reihe von Repräsentativbauten im 19. Jahrhundert erhält die Stadt den Charakter einer architektonisch geschlossenen, aufblühenden Residenz. Steinerne Zeitzeugen der Geschichte sind u.a. Marktplatz, Alter Garten, Handelsplatz Großer Moor und Domviertel.
 
 
 

Schweriner Alter Garten, Schlossinsel, Schloss

Erst Sumpfgelände, dann Manöver- und Paradeplatz, noch später kultureller Mittelpunkt der Residenzstadt mit Museum, Ballhaus (heute Theater), Witwenpalais und Kollegiengebäude - das sind die Stationen des schönsten Platzes der Stadt - des Alten Garten vor dem Schloss. Dieses liegt turmreich, verspielt und einzigartig auf einer Insel zwischen Schweriner See und Burgsee. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Schlossgarten mit seinem Kolonnadenhof, Orangerie, Muschelbrunnen, Kreuzkanal, Permoser-Skulpturen und Garten-Terrassen.


Ludwigslust

“Lulu” nennen die Einheimischen liebevoll Schwerins “kleine Schwester”, die ein Schloss vorweisen kann, das auf dem flachen Land seinesgleichen sucht. Wegen des 120 ha großen Parks mit seinen barocken Wasserspielen, Grotten, idyllisch gelegenen Mausoleen und Quellen gilt es als das Versailles des Nordens. Mitte des 18. Jahrhunderts verlegte Großherzog Friedrich kurzerhand die gesamte Hofhaltung aus Schwerin in diese mecklenburgische Kleinstadt. Er, der den Ruf eines naturwissenschaftlich gebildeten Monarchen genoss, nahm dann selbst aktiven Einfluss auf das Baugeschehen. Und Sie kommen ganz bestimmt ins Staunen, wenn Sie sehen, wie raffiniert der Herzog die Produkte der örtlichen Pappmaché-Fabrik zu nutzen wusste!
 

 


Hansestadt Wismar

Sie wollen das Flair einer reichen mittelalterlichen Hansestadt spüren und erleben? Hier können Sie es! Vom einst alles dominierenden Seehandel zeugt neben gigantischen Speichern und prächtigen Kaufmannskirchen auch der genau 100 mal 100 Meter große, in Deutschland unübertroffene Marktplatz mit dem Wahrzeichen der Stadt - der Alten Wasserkunst. Drei gewaltige gotische Backsteinkirchen, der Fürstenhof im Stil der Renaissance, das klassizistische Rathaus, viele urige Kneipen und der immer noch romantische Hafen mit dem am Donnerstag stattfindenden Fischmarkt lohnen natürlich mehr als nur einen kleinen Abstecher.


Barlachstadt Güstrow

Das war schon ein Kuriosum im 17. Jahrhundert! Neben den Herzögen von Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz regierten, allerdings nur für wenige Jahrzehnte, auch noch die Herzöge von Mecklenburg-Güstrow! Diese kurze Zeit genügte ihnen aber, um bleibende Werte wie ein wunderschönes Renaissance-Schloss mit französischem Garten und repräsentative Regierungsgebäude zu errichten. Zar Peter I traf sich hier mit August dem Starken, um sein Bündnis gegen die Schweden zu besiegeln, hier zeigten sich bei ihrer historischen Begegnung Helmuth Schmidt und Erich Honecker gemeinsam auf dem Rathausbalkon. Ernst Barlach erschuf hier in 28 Jahren seines Lebens und Schaffens Kunstwerke, die durch ihre einfache, klare Körpersprache und menschlichen Züge so beeindrucken. Das wohl berühmteste, “Der Schwebende”, findet sich im frühmittelalterlichen Güstrower Dom.


Groß Raden

Östlich der Elbe siedelten bis ins 12. Jahrhundert hinein verschiedene slawische Stämme. Davon zeugen noch heute viele Ortsnamen. Auf einer Halbinsel im Groß Radener See gelegen, vermittelt das Archäologische Freilichtmuseum mit originalgetreuen Nachbauten von Wohn- und Handwerksstätten und einem Tempel Einblicke in das Leben der Slawen im frühmittelalterlichen Mecklenburg. Am bequemen Wanderweg, der zum Freigelände führt, lädt ein Elchgehege zum Verweilen ein. Auf Vorbestellung weihen Sie die Museumsmitarbeiter gerne theoretisch und praktisch in längst vergessene Techniken im Spinnen, Weben, Töpfern, Backen und Zimmern ein.

Es gibt viel zu entdecken...Ganztages-Tipps


Hansestadt Rostock mit Seebad Warnemünde

“Es ist das Meer, das der Stadt etwas von seiner Freiheit in die Wiege spritzte, das Meer, das von den Bürgern Verwegenheit verlangte und ihnen Reichtum dafür gab,” Ricarda Huch
Sie finden an der Ostseeküste kein besseres Beispiel für die Richtigkeit dieser Worte als die Hansestadt Rostock! Hier wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts die erste Universität in Nordeuropa gegründet, eine Rostocker Werft baute den ersten eisernen Schraubendampfer Deutschlands, und in den Jahren nach dem Krieg entstand hier die für diese Zeit architektonisch einzigartige, heute unter Denkmalsschutz stehende Lange Straße. Fünf-Giebel-Haus, Brunnen der Lebensfreude, ein Frauenkloster, das schon im Mittelalter dem berühmtesten Männerkloster im Norden “Konkurrenz” machte, ein Dachreiter mit Glockenspiel auf dem ersten Hochhaus in der ersten “sozialistischen Straße” der Stadt - ja, verwegen war man hier schon immer! Und nicht zimperlich, wenn es um die eigenen Interessen ging! Um davon und dem besonderen Verhältnis der Rostocker zu ihrem Seebad Warnemünde, von “Min Herzing”, Öllermann und der Weißen Schlange am Rathaus zu erfahren, sollte dieser Ausflug unbedingt dazugehören!


Mecklenburger Seenplatte

Diese Landschaft braucht Geduld, gibt Kraft und vermittelt Großstädtern den Eindruck, eine schon längst verloren geglaubte Welt wieder zu entdecken. Vor rund 20.000 Jahren schoben mächtige Gletscher Lehm, Sand, Kies und Geröll vor sich her. Das Schmelzwasser spülte tiefe Rinnen und Hohlräume aus. Übrig blieben die sanften Hügel, zahllosen Findlinge, Flüsse und (fast) zahllose Seen. Quer durch die Mecklenburger Seenplatte, durch verträumte Dörfer und schattige Alleen führt Sie Ihre Fahrt an den größten Binnensee Deutschlands, die Müritz. Über Waren/Müritz und die Reuterstadt Stavenhagen, vorbei an wieder wunderschön restaurierten Herrenhäusern und Landschlössern, erreichen Sie die tausendjährigen Eichen von Ivenack. Hier spielte schon Mecklenburgs wohl berühmtester Dichter Fritz Reuter in seiner Kindheit, wurde er doch unweit von hier geboren. Durch das Städtchen Malchin mit seinen schönen Stadttoren und der weitaufragenden Marienkirche, über Basedow, berühmt für sein Schloß und den von Lenné angelegten Park, vorbei am Malchiner See und durch das Naturschutzgebiet Nossentiner Heide, seit den 30-iger Jahren immer schon bevorzugtes Staatsjagdgebiet, erreichen Sie zum Abend wieder die Landeshauptstadt.


Natur und Zisterzienser

Kühlung gefällig? Wohlgemerkt - hier ist nicht nach einer Möglichkeit zur Temperatursenkung gefragt, sondern die Rede ist von einem 128 m über dem Meeresspiegel liegenden Höhenzug zwischen Kröpelin und der Küste. Hier fühlt man sich in ein Mittelgebirge versetzt: Kleine Berge, reine Luft, Vogelstimmen, Moos - und Blumenteppiche, ja sogar einzelne Orchideenarten - all das existiert nur wenige Kilometer von der Ostseebrandung entfernt! Und so ganz nebenbei sorgt dieser Höhenzug für ein einzigartiges Mikroklima in Kühlungsborn, Deutschlands größtem Ostseebad mit dem Flair eines Seebads der Jahrhundertwende. Hier haben Sie Zeit zu einem Bummel über die Promenade mit ihren weißen Villen im Stil der Bäderarchitektur, Boutiquen und Cafés. Auch Deutschlands ältestes Seebad Heiligendamm, wo bereits Ende des 18. Jahrhundert der damalige Mecklenburger Großherzog Friedrich Franz I auf den Rat seines Leibarztes hörte und als erster Landesvater in die so wohltuenden Ostseefluten stieg, liegt nicht weit entfernt. Kennen Sie ein Münster, in dem ein Hirschgeweih und ein kleiner Kinderschädel an der Wand hängen, nur einseitig bemalte Stützsäulen oder deftige Sprüche am Kirchengestühl zu finden sind? Um auch diese ”Wissenslücke” zu schließen, sollten Sie am Nachmittag unbedingt weiterfahren nach Bad Doberan mit seinem Zisterziensermünster.